| Der Hufschmied |
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| Geschrieben von: Lukas | ||||||||
| Montag, 24. September 2007 um 16:59 Uhr | ||||||||
Seite 1 von 6 Keins läuft ohne – der PferdehufSeit Pferde im Dienste des Menschen stehen, hat man sich Gedanken um die Hufe gemacht. Das Pferd, welches seit dem Ende seiner Entwicklungsgeschichte frei umher lief , nutzte die Hufe gleichmäßig ab. Regen und Tau sorgten für geschmeidiges Horn, der harte Untergrund wirkte als Feile. Im Arbeitseinsatz mußte Das Pferd Wege gehen, welche es zuvor vermieden hätte. Es stand in seinen Exkrementen, die mit ihrem Ammoniakgehalt die Hornzellen angriffen und auch in gestreuten Ställen, wo die Hufe austrockneten. Zudem wurde durch Zuchtauswahl auf andere Dinge als die Belastbarkeit des Hufes geachtet. Es ist nicht nur ein geflügeltes Wort, daß das Pferd immer nur so gut ist, wie sein schwächster Huf. Die Form und die Tragkraft der Hufe entscheiden ganz wesentlich über die Einsatzmöglichkeit des Tieres. Und wo die Natur nicht ausreicht, hilft nun die Technik weiter. Wichtig für den Reiter ist in erster Linie ein kompetenter Hufspezialist. Generell ist dies in erster Linie der ausgebildete Schmied. Es gibt derzeit viele unterschiedliche Arbeitsmethoden, die unterschiedlichsten altbewährten und neuen Hufbearbeitungsmöglichkeiten und die diversesten Beschläge. Über deren Sinn oder Unsinn wird gerade viel diskutiert. Um in diesen unterschiedlichen Möglichkeiten den Überblick zu behalten, muß man wissen, wie der gesunde Huf funktioniert. Aufbau des Hufes
Durch die Hufkapsel wird der fühlende Teil des Hufes, die Knochen und Sehnen vor Verletzungen und Stößen geschützt, die Polsterung durch Strahl und Strahlpolster wirkt als Federung. Der elastische Teil des Hufes wird von Hufknorpel, Strahlpolster und verschiedenen Formen der Lederhaut bis zur Hornkapsel gebildet. Dabei hat besonders der Hufknorpel und das Strahlpolster die stoßdämpfende Aufgabe. Die Lederhaut sorgen für die Hornbildung. Die Hornschicht mit der abschließenden Glasurschicht schützen den Huf von Außen. Das Hufhorn wächst von oben nach unten aus dem Kronsaum heraus. Somit ist diese Region die letzte Möglichkeit, um noch Einfuß auf die Hornqualität zu nehmen. Der Huf wird durch eine Form des Röhrchengewebes gebildet. Um immer wieder genügend Horn guter Qualität zu erzeugen benötigt die Huflederhaut reichlich Nährstoffe. Dies gewährleistet ein feines Netz von Blutgefäßen, das den Huf durchzieht. Die Durchblutung dieser Gefäße, so weit vom pumpenden Herzen entfernt, wird durch der Strahl ermöglicht. In dem das Pferd den Strahl beim Auffußen belastet, wird das Blut durch die Venen in das Bein zurückgepumpt. Der sich beim Heben des Fußes wieder entfaltende Stahl zieht frisches Blut durch die Arterien in den Huf zurück. |